Kochen mit Musik – Falsches Reh-Ragout mit Spätzle

Heute gibt’s mal was anderes, ich will euch ein Rezept vorstellen, das einfach zu Kochen geht und dazu hervorragend mundet. Nebenbei kriegt ihr auch noch ordentlich was auf die Ohren, denn zum Kochen und Essen muss auch passende Musik aufgelegt werden. Wer Rezepte im Internet doof findet, der scrollt einfach weiter runter bis zur Sternchenleiste und zieht sich die dort aufgeführten exzellenten Bands rein. Und vielleicht kriegt der ein oder andere dann ja doch noch Appetit. Okay, los geht’s…

Falsches Reh-Ragout mit Spätzle (es gibt eine vegetarische und eine vegane Variante)

Lasst euch durch das Bild nicht abschrecken: erstens bin ich kein guter Fotograf und zweitens fehlt auf dem Bild die Petersilie (kommt dabei raus, wenn man sich keinen Einkaufszettel schreibt).

Für die Sauce muss man haben:

  • 350g Räuchertofu
  • 4 EL Sojasauce
  • 1 große Zwiebel
  • 500g Champignons
  • 2 Knoblauchzehen
  • 5-6 EL Olivenöl
  • 3 EL Tomatenmark
  • 125 ml trockener Rotwein
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • etwas Basilikum
  • 1-2 TL Gemüsebrühenpulver
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • etwas Sahne (Veganer nehmen Sojasahne)

Den Tofu in große Würfel (1cm) schneiden und in Sojasauce eine halbe Stunde marinieren. In der Zwischenzeit die Zwiebel in dünne Ringe schneiden. Die Champignons in Scheiben schneiden. Knoblauch fein hacken.

Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen, Zwiebelringe darin anschwitzen, Knoblauch zugeben, kurz andünsten. Dann Champignons dazu und ca. 10 Minuten schmoren lassen. Tofu mit Sojasauce dazugeben, Tomatenmark rein, alles gut verrühren und Rotwein reinkippen (dabei kann man sich in Biolek-Manier seinen ersten Küchenwein genehmigen). Temperatur ein wenig reduzieren, mit Gemüsebrühenpulver, Salz und Pfeffer abwürzen. Die Flüssigkeit etwas einkochen lassen, ab und zu umrühren. Deckel auf die Pfanne drauf und ach ja, Sahne nicht vergessen, rein damit. Zuletzt, kurz vor dem Servieren die gehackte Petersilie einrühren. Während das ganze einköchelt kann man den vorbereiteten Spätzleteig verarbeiten.

Zutaten Für die Spätzle

  • 300g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 5 Eier
  • 1 Schluck Wasser

Vegane Variante:

  • 500g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Sojamehl
  • 500ml Wasser

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. 1 EL Salz in das kochende Wasser geben.

Alles in eine Schüssel geben. Damit der Teig nicht klumpt, das Wasser nach und nach dazugeben und einrühren und schlagen. Der Teig sollte irgendwann ein paar Blasen schlagen. Für die normalen Spätzle eignet sich die Spätzlemaschine, bei der veganen Variante empfehle ich einen Spätzlehobel, da sehen die Spätzle irgendwie appetitlicher aus. Bei der Spätzlemaschine drückt ihr den Teig muckibudenmässig in den Topf mit kochendem Wasser. Den Spätzlehobel legt ihr auf den Topf damit die Spätzle direkt in den Topf fallen können. Den Teig schön durch die Löcher reiben. Sobald die Spätzle oben schwimmen, können sie abgeschöpft werden. Wer mit alldem überfordert ist, der kann auch Reis oder Kartoffeln zur Sauce machen, lasst es euch schmecken.

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Falls ihr das Rezept ausprobieren wollt, darf natürlich die musikalische Beschallung nicht fehlen. Nun hab ich mal 3 Veröffentlichungen rausgesucht, die alle etwas gemeinsam haben. Nachdem die Eule in letzter Zeit ja für so manch Layout herhalten musste, ist jetzt ganz passend zum obigen Rezept Reh angesagt. 3 Bands, 3 schöne Veröffentlichungen, unbedingt rein hören und Fan werden.

Sulla Strada – Demo 2012

Zum Zwiebelhacken eignet sich am Besten SULLA STRADA aus Los Angeles. Die Band spielt eine druckvolle Mischung aus Blackmetal, Screamo und Posthardcore. Auf Ihrer Bandcamp Seite sind 2 Demos (aus 2012 und aktuell aus 2013) zu hören, die kostenlos runtergeladen werden können.

Sulla Strada – Demo 2012

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Frameworks – Small Victories

Wenn ihr die Zwiebeln habt, dann macht ihr euch an die Pilze und den Tofu ran. Dazu wollte ich erst den emotionalen und melodisch angehauchte Screamo Hardcore der Band VALES (UK) empfehlen, aber die haben leider auf meine Anfragen nicht reagiert. Macht nichts, denn mit FRAMEWORKS aus Gainesville kommt ihr ebenfalls in ein gutes Pilzgemetzel rein. Mir gefällt ihr Pendeln zwischen ruhigen Parts und wildem Geknüppel ausgesprochen gut, das druckvolle Schlagzeug und der Shouter, der manchmal an eine wild gewordene Version eines Lou Kollers erinnert. Die 4 Songs rocken jedenfalls das Haus.

Framework – Small Victories

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Mouse Ear – Upcoming 7inch

So, und während die Soße vor sich hinschmort, dann wird es Zeit für etwas Ruhigeres. MOUSE EAR aus Vancouver spielen schönen altmodischen Emocore, ich fühle mich an Bands wie Shotmaker und Torches To Rome erinnert. Schade, dass das nur 3 Songs sind. Ich freu mich jedenfalls schon jetzt auf ihre nächste Veröffentlichung, eine Split 7inch mit der Band Brito. Also, gut im Auge behalten und extrem lieb gewinnen.

Mouse Ear – Upcoming 7inch

Ach ja, vergesst nicht bei all der guten Musik euer Essen auf dem Herd, das ist nämlich mittlerweile überfällig. Und zum Essen selbst passt dann was Chilliges, versucht es mal mit KAKI KING (entweder die „Dreaming of Revenge“ oder die neue rein instrumentale Platte „Glow“). Und die Leute, die aus reiner Gewohnheit zum Essen ausschliesslich KARATE hören wollen: macht das, es fühlt sich gut an.

Übrigens: sollte euch das Essen nicht schmecken oder irgendwelche körperlichen Beschwerden hervorrufen, dann ist das sicherlich auf einen Tippfehler bezüglich der Mengenangabe einzelner Zutaten zurückzuführen. Das kommt davon, wenn man Rezepte aus dem Internet nachkocht.

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