Old Gray, Deymos, Friday Night Trend, Kittyhawk, Ugly Houses, Lorraine

Old Gray – An Autobiography

Deymos – Selftitled

 

 

 

 

 

Friday Night Trend – Selftitled

Kittyhawk – Selftitled

 

 

 

 

 

Ugly Houses – Vs The Infinite

Lorraine – Lima

 

 

 

 

 

 

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Ist es euch auch schon passiert, dass ihr mehrmals am Tag in den Kühlschrank schaut, aber nichts raus holt, geschweige denn was esst? Oder man sucht was im Essensvorratsschrank, schaut hinein, vergisst währenddessen, was man eigentlich nochmal genau sucht, macht den Schrank dann wieder gedankenverloren zu und hockt sich dann auf’s Sofa, nur um 10 Minuten später genau das gleiche zu tun (wieder ergebnislos). Ähnliches geschieht nahezu ebenfalls mehrmals am Tag. Man schaut auf die Uhr, ohne zu realisieren, wie spät es ist, nur um Minuten später nochmal drauf zu schauen. Wenn man dann von einem Beobachter des Szenarios Sekunden später nach der Uhrzeit gefragt wird, schaut man trotzdem nochmals bedröppelt auf den Wecker und erst dann nimmt man wahr, wie spät es eigentlich gerade ist. Woran liegt das? Bevor wir unser Hirn selbst mal einschalten, wird auch schon ’ne Suchanfrage bei google gestartet…
Kleiner Sprung vom digitalen ins analoge Zeitalter: Ihr wisst schon, die Zeit, als es noch Tapes gab, und man nicht gleich auf dem Display angezeigt bekam, was sich gerade in die Gehörgänge bohrte und das geschriebene Wort auch ohne Stromverbrauch gelesen werden konnte (zumindest tagsüber, nachts brauchte man ’ne Taschenlampe unter der Bettdecke und Leseratten erkannte man nur an der Druckerschwärze an den Griffeln). Da konnte es schon mal passieren, dass man ein unbeschriftetes Tape einlegte und sich aufregte, weil die Musik so super war und man nicht wusste, welch geniale Band da gerade die Sinne streichelte. Tage- oder wochenlange Recherche brachte dann ein Ergebnis, wenn man Glück hatte (nix google, asshole). Die Platte blind bei irgend ’nem Mailorder (greenhell oder flight13) bestellt und danach festgestellt, dass die bestellte Platte nicht mal entfernte Ähnlichkeiten mit dem unbekannten Tape aufweisen konnte. Dann die Blamage im Plattenladen, wenn man versuchte, den Song vorzusingen. Da ist es heutzutage schon einfacher mit so Helfer-Software wie z.B. Tunatic, wo man einfach und bequem den unbekannten Song durch die Soundkarte jagt und man in der Regel ziemlich schnell ein brauchbares Ergebnis vorliegen hat.

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Mann, jetzt hab ich aber ewig gebraucht, um ’ne anständige Überleitung zu den genialen OLD GRAY aus Manchester/New Hampshire zu kriegen. Deren Output „An Autobiography“ bietet wunderschöne PlingPling Gitarren, wummernden Bass und leidenden Schreigesang, der oftmals in resignierenden Sprechgesang abdriftet. Das ist genau die Mucke, zu der ich knie-rutschend meine Fäuste abwechselnd gegen Brust und Fußboden hämmere.
Unbedingt anchecken und glücklich werden.

http://www.facebook.com/oldgrayband

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DEYMOS aus Madrid ballern eine schöne energiegeladene 3-Track-EP vor’n Latz. Ist die zweite Veröffentlichung der Band, auf ihrer Facebook-Seite gibt’s Gratis-Download-Links beider Scheiben. Irgendwie erinnert mich das ganze an eine metallische Version von Just Went Black, gerade wegen der melodischen Parts. Bei vielen Bands wirkt ja dieser Wechsel zwischen Geschrei und Clean-Vocals ziemlich aufgesetzt, aber hier ist das anders. Der Sänger überzeugt mit seiner kräftigen Stimme und irgendwie ist man mal wieder enttäuscht, dass nach 3 Songs schon Schluss ist.

http://www.facebook.com/Deymosmusic

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Ha, und da man sich nach diesem langen und kalten Winter mal wieder nach so ein paar Sonnenstrahlen sehnt, könnte man seine Fühler nach dem passenden Sound dazu allmählich mal ausfahren. FRIDAY NIGHT TREND aus Toronto vermitteln mir mit ihrer gleichnamigen EP persönlich einen recht guten Vorgeschmack auf ein paar wärmere Frühlingstage. Melodischer Emo-Rock, super produziert, hymnisch. 4 Songs, Fans von den Get Up Kids, Sense Field oder Jimmy Eat World sollten die Band unbedingt mal anchecken, die EP gibt’s sogar als Free Download auf ihrer Bandcamp-Seite.

http://www.facebook.com/fridaynighttrend

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Wenn wir gerade am Sommersound angekommen sind, KITTYHAWK aus Chicago verzücken mich auf ihrer gleichnamigen EP mit zuckersüssestem Emo, abwechselnder Frau/Mann-Gesang inklusive. Hymnen für die Ewigkeit. Natürlich müssen The Anniversary als Vergleich herhalten. Ich steh total drauf, Midwest-Emo vom Feinsten. Für lange Autofahrten in lauen Sommernächten. Bei runtergekurbeltem Fenster den Duft von frisch gemähtem Gras in der Nase und den Sound von Kittyhawk im Ohr.

http://www.facebook.com/kittyhawkchicago

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UGLY HOUSES aus Huntsville/Alabama spielen superschönen Midwest-Emo der Marke Algernon Cadwallader, mit verdammt coolen flirrenden Gitarren, hymnenhaften Refrains und scheppernden Drums. Es gab auch mal ’ne Menge deutsche Bands mitte der Neunziger, die so was ähnliches machten (z.B. Maggat oder Robocop Kraus). Für eine erste Demo EP echt verdammt gut, das wird schwer mit Nachlegen, Jungs. Wirklich so gut, der Sommer kann kommen.

http://www.facebook.com/UglyHouses

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Von Ravensburg nach Vorarlberg ist es mit dem Auto nur ein Katzensprung, trotzdem bin ich auf die folgende Band erst jetzt aufmerksam geworden, nachdem ich zufällig (wie von Geisterhand) auf ihre Bandcamp-Seite geleitet wurde. Klar, in den letzten Jahren hat sich mein Aktionsradius in Bezug auf Konzerte ziemlich verkleinert (kommt der Umwelt zugute), daher ist es schade, dass ich von der Band LORRAINE bisher rein gar nichts mitbekommen habe. Naja, jedenfalls wirken da 3 Leute aus Vorarlberg mit und der Sänger kommt ursprünglich aus Deutschland, die Band selbst ist aber mittlerweile in Wien ansässig. Hätten wir die Geographie-Geschichte für’s erste geklärt. LORRAINE hypnotisieren mich mit ihrer EP Lima, ich seh mich vor meinem inneren Auge in der ersten Reihe bei einem ihrer Konzerte in einer kleinen Location (Floorshow) mit dem Fuß wippen, mit dem Kopf nicken, manchmal versunken in den verkopften Parts, dann aber wieder lauter werdend mit etwas Steigerung, impulsiv/explosiv/intensiv. Schön vertrackt, erinnert oftmals an Fugazi, Karate (von den Gitarren und Bassparts her) oder Craving (nicht diese Blackmetal-Heinis sondern die anderen, waren in den -Überraschung- Neunzigern aktiv).

http://www.facebook.com/lorraine.theband

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